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» blog · 26. Oktober 2026 · NotebookLM

NotebookLM im Business: 3 Wege, dein Wissen zu teilen (plus Bonus)

Lead-Magnet, Webinar-Nachlese, Community: drei Wege, wie du mit NotebookLM dein Wissen im Business teilst. Mit Beispiel, Datenschutz-Hinweis und einem Bonus.

Eine Frage bekomme ich mehrfach in der Woche, auf YouTube und in meiner Community: „Kirsten, was kann ich denn jetzt überhaupt mit KI konkret in meinem Business machen?“ Ich verstehe die Frage so gut. Wenn ich allein auf YouTube schaue, wirkt KI wie die goldene Lösung für alles. Das Problem bei den meisten Videos, ob auf YouTube, Instagram oder TikTok: Sie erzählen dir die halbe Wahrheit. Neue Funktionen, was angeblich alles möglich ist, und hinterher stehst du da und denkst, das kann ich überhaupt nicht. Schlimmstenfalls lässt du die ganze Sache sein. Das möchte ich ändern. Deshalb gibt es in meinen Videos immer einen konkreten Anwendungsfall. Heute sind es drei Wege, wie du mit NotebookLM in deinem Business einen echten Mehrwert schaffst, plus ein Bonus fürs Kundengespräch. Im Video oben zeige ich dir die drei Wege Klick für Klick, hier stehen sie zum Nachlesen.

Erst das Business, dann das Werkzeug

Wer mit mir arbeitet, kennt meinen Grundsatz: Wir schauen uns erst an, wer du bist, was du machst, wer deine Kundinnen sind und was dein Business ist. Dann die Prozesse. Und erst danach entscheiden wir, welches Werkzeug, welche KI dich in deiner Arbeit wirklich unterstützt. Die meisten gehen andersherum ran: Ich habe jetzt dieses Tool, und jetzt muss ich es irgendwie in mein Business pressen. Das funktioniert nicht. Ich berate seit über 25 Jahren Unternehmen bei der digitalen Transformation und seit elf Jahren vor allem Solopreneure und kleine Teams dabei, Technologie sinnvoll und gewinnbringend einzusetzen. Bei KI ist es nichts anderes. Wie dieser erste Schritt aussieht, steht in Was kann man mit KI machen? Der erste konkrete Schritt. Heute geht es um das, was danach kommt: drei Anwendungsfälle, die du morgen umsetzen kannst.

Weg 1: Ein öffentliches Notebook als Lead-Magnet

Stell dir vor, du möchtest deine E-Mail-Liste wachsen lassen, damit du mehr Menschen deine Produkte anbieten kannst. Es gilt nach wie vor die alte Faustregel: Jeder Name auf der E-Mail-Liste ist umgerechnet ein Euro Umsatz, den du jeden Monat erzielen kannst. Deshalb ist eine gute, umfangreiche Liste in jedem Business das Ziel. Früher hast du dafür PDFs erstellt, irgendwelche Tabellen, Checklisten. Heute kannst du ein Notebook erstellen, mit Informationen, die für eine bestimmte Zielgruppe wirklich sinnvoll sind.

Mein Beispiel aus dem Sommer 2026: Damals ging es um die Identitätsprüfung bei Claude, und ich wurde sehr oft danach gefragt. Also habe ich alles zusammengepackt, was es zu dem Zeitpunkt frei verfügbar im Internet gab, die offiziellen Informationen von Anthropic, Berichte aus Fachzeitschriften, und alles in ein Notebook gelegt. Dann der entscheidende Schritt: oben auf Freigeben, das Notebook als öffentlich einstellen, den Link kopieren. Jetzt kannst du den Leuten sagen: Wenn du diese Informationen haben willst, kommentiere unter meinem Video, oder trag dich hier über das Formular ein, und ich schicke dir den Zugang. Das Notebook ersetzt das Freebie-PDF, und die Menschen bekommen etwas, in dem sie Fragen stellen können, statt 20 Seiten zu lesen. Warum das besser funktioniert als ein PDF, habe ich in Lead Magnet erstellen mit KI: interaktiv statt PDF-Freebie aufgeschrieben.

Datenschutz: Google Workspace im Business

Ein Hinweis dazu: Wenn du NotebookLM im Business-Kontext nutzt, ist ein Google-Workspace-Konto sinnvoll, weil du damit den erweiterten Datenschutz hast. Welche Stufen es gibt und was sie kosten, steht in NotebookLM Kosten.

Weg 2: Die Webinar-Nachlese, die mehr liefert als versprochen

Zweite Situation: Du hast ein Webinar gehalten und möchtest den Teilnehmenden im Nachgang noch ein paar Informationen zur Verfügung stellen. Dann ist es ein Leichtes, diese Informationen in ein Notebook zu packen und direkt dazu noch etwas zu erstellen: ein Video, eine Checkliste, eine Grafik oder einen Bericht. Im Notebook sage ich einfach: Mach mir eine Audiozusammenfassung, mach mir eine Präsentation. Du kannst dich dort vollkommen austoben. Dieses Notebook schickst du im Anschluss an alle, die dabei waren. Du verpackst Informationen, die du sowieso schon gegeben hast, noch einmal in ein schönes Paket und folgst damit dem Grundsatz „Overdelivering“: mehr geben, als versprochen war. Wie die einzelnen Formate entstehen, Kurzvideo, interaktiver Bericht, Karteikarten, zeige ich in NotebookLM Video erstellen.

Weg 3: Kuratierte Inhalte für deine Community

Dritter Anwendungsfall: Du hast eine Community und möchtest ihr deine Inhalte kuratiert zur Verfügung stellen. Kuratiert heißt: Du bereitest das Ganze auf. Du wählst die Quellen aus und sagst der KI, welche Medien daraus entstehen sollen. Und dann stellst du der Community quasi dich selbst als kleinen Helfer zur Seite, ein Notebook, das deine Inhalte kennt und Fragen dazu beantwortet, auch wenn du gerade nicht da bist.

Bonus: Nach dem Kundengespräch

Daraus leitet sich noch ein weiterer Anwendungsfall ab. Du bist in einem Kundengespräch, einem Pitch, und möchtest deine Dienstleistung verkaufen. Im Nachgang willst du dem Kunden noch einmal deine komplette Expertise zeigen, ohne ihn damit zu erschlagen. Du hast im Gespräch einige Dinge besprochen. Die packst du, natürlich anonymisiert, in ein Notebook und stellst es ihm hinterher als interaktives Element zur Verfügung. Er kann nachfragen, nachlesen, nachhören. Und du bist in seinem Kopf, ohne eine 40-seitige Präsentation geschickt zu haben.

Das Muster hinter allen vier Wegen

Du siehst, es geht immer um dasselbe: Dein Wissen nehmen, oder das Wissen, das du zusammengetragen hast, es für andere Menschen aufbereiten und ihnen dann zur Verfügung stellen. Lead-Magnet, Webinar, Community, Kundengespräch, das sind nur ein paar Denkweisen und Ansätze. Es gibt unzählige weitere. Welche sieben Anwendungen sich für ein Business lohnen, steht in NotebookLM richtig nutzen, und wer das Werkzeug noch gar nicht kennt, fängt bei Was ist Gemini Notebook (früher NotebookLM)? an.

Und jetzt würde mich interessieren: Wofür setzt du KI ein? Was machst du damit in deinem Business? Schreib es mir in die Kommentare unter dem Video. Und wenn du mehr solcher Abläufe willst: In meiner kostenlosen Community „KI — aber richtig" liegen die Anleitungen zu meinen Videos. Dort treffen sich Menschen ab 50 mit einem Online-Business, die wissen wollen, was sie mit KI wirklich anstellen können, fernab vom Hype und von den Versprechen, dass wir alle damit reich werden.

Häufige Fragen

Was kann ich mit NotebookLM im Business konkret machen?

Drei Wege, die sofort funktionieren: ein öffentliches Notebook als Lead-Magnet statt PDF, eine Webinar-Nachlese mit Video, Checkliste, Grafik oder Bericht aus deinen Inhalten, und kuratierte Inhalte für deine Community, mit denen das Notebook Fragen beantwortet. Dazu als Bonus ein anonymisiertes Notebook nach dem Kundengespräch, das deine Expertise zeigt, ohne zu erschlagen.

Wie teile ich ein Notebook öffentlich?

Oben im Notebook auf Freigeben klicken, dann die Einstellung öffentlich wählen und den Link kopieren. Jeder, der den Link hat, kann das Notebook öffnen und Fragen an die Quellen stellen. Verändern können Empfänger nichts, sie sehen deine Inhalte und arbeiten damit.

Kann NotebookLM mein Freebie-PDF ersetzen?

Ja. Statt eines PDFs packst du die Informationen für eine bestimmte Zielgruppe in ein Notebook, stellst es öffentlich und gibst den Link gegen die E-Mail-Adresse heraus, zum Beispiel über ein Formular oder einen Kommentar unter deinem Video. Der Vorteil gegenüber dem PDF: Die Menschen können Fragen stellen, statt zu lesen.

Brauche ich Google Workspace für NotebookLM im Business?

Starten kannst du mit einem normalen Google-Konto. Im Business-Kontext ist ein Google-Workspace-Konto sinnvoll, weil du damit den erweiterten Datenschutz hast. Die Preise der Stufen stehen im Artikel NotebookLM Kosten.

Was kann ich nach einem Webinar aus einem Notebook erstellen?

Aus den Inhalten, die du ohnehin gezeigt hast: eine Audiozusammenfassung, ein Video, eine Checkliste, eine Grafik, einen Bericht oder eine Präsentation. Das Notebook mit diesen Elementen schickst du anschließend an die Teilnehmenden.

Welches KI-Werkzeug passt zu meinem Business?

Das entscheidet sich nicht am Werkzeug, sondern an deinem Business: wer du bist, wer deine Kundinnen sind, welche Prozesse du hast. Erst danach lässt sich sagen, ob NotebookLM, Claude oder etwas anderes dich wirklich unterstützt. Ein Tool zu kaufen und es dann ins Business zu pressen, funktioniert nicht.

Einmal aufbereiten, dann teilen

Keiner der drei Wege braucht eine neue Funktion, die du erst lernen musst. Sie brauchen eine Entscheidung: Welches Wissen hast du, das für eine bestimmte Gruppe von Menschen wertvoll ist, und in welcher Form gibst du es raus? Das Notebook ist nur der Behälter. Der Wert steckt in dem, was du hineinlegst, und darin, dass du es teilst, statt es auf deiner Festplatte zu lassen. Wenn du wissen willst, wo KI in deinem Business als Erstes hingehört: Der Standort-Check sagt es dir in drei Minuten, kostenlos, ohne Verkaufsgespräch.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich zeige dir die Systeme, mit denen du weniger arbeitest und deine Ziele trotzdem erreichst. YouTube: „KI — aber richtig". Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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Und was möchtest du verändern?

Erzähl mir in einem kurzen Gespräch, wo du stehst. Ich höre zu, frage nach und sage dir ehrlich, was als Nächstes sinnvoll ist.