Die kurze Antwort
Claude gibt es als offizielle App für Mac, Windows, iPhone und Android — alle kostenlos, alle direkt von Anthropic. Für Linux gibt es eine Beta-Fassung. Die einzige richtige Adresse zum Herunterladen ist claude.ai/download; alles andere in den Suchergebnissen kommt nicht vom Hersteller.
Anders als bei manchem KI-Werkzeug musst du hier also nicht im Browser bleiben. Die Frage ist eher, ob du die App überhaupt brauchst — dazu weiter unten der ehrliche Teil.
Claude für Mac
Die Mac-App ist eine Universal-Version: Sie läuft auf Apple Silicon und auf älteren Intel-Macs, du musst also nicht überlegen, welchen Prozessor du hast. Vorausgesetzt wird macOS 11 (Big Sur) oder neuer — das deckt praktisch jeden Mac ab, der noch Updates bekommt.
Die Installation ist der übliche Weg: Datei von claude.ai/download laden, öffnen, Claude in den Programme-Ordner ziehen, mit deinem Konto anmelden. Fertig.
Claude für Windows
Für Windows brauchst du Windows 10 oder neuer. Es gibt zwei Fassungen — eine für x64 und eine für arm64. Klingt technisch, ist es aber nicht: Die allermeisten Rechner brauchen x64. Nur wenn du ein neueres Gerät mit Snapdragon-Prozessor hast, nimmst du arm64.
Nach dem Start des Installationsprogramms fragt Windows möglicherweise nach einer Bestätigung. Danach findest du Claude im Startmenü.
Kleiner Hinweis für alle, die im Team arbeiten: Auf Team- und Enterprise-Tarifen können Administratoren die App zentral verteilen und aktuell halten — über die üblichen Verwaltungswerkzeuge. Für dich als Solopreneurin ist das nicht relevant, für deine Kundinnen mit Angestellten schon.
Claude für iPhone und iPad
Die App heißt im App Store Claude by Anthropic, Anbieter ist Anthropic PBC. Sie ist kostenlos und setzt iOS 17.0 oder neuer voraus.
Achte beim Suchen auf den Anbieternamen. Im App Store tummeln sich inzwischen etliche Apps mit „Claude" im Namen, die nicht von Anthropic stammen — Zähler, Verbrauchsanzeigen, Zubehör von Dritten. Die echte App kommt von Anthropic PBC.
Claude für Android
Bei Google Play gilt dasselbe: Claude by Anthropic, kostenlos, ab Android 8.0 (Oreo). Deine Unterhaltungen laufen zwischen Web, iPhone und Android synchron weiter — du kannst also am Rechner anfangen und unterwegs weiterfragen.
Claude für Linux
Es gibt eine Beta-Fassung für Linux, konkret für Ubuntu und Debian, jeweils für x64 und arm64. „Beta" heißt: Es funktioniert, ist aber noch nicht auf dem Stand der anderen Versionen. Wenn Linux dein Arbeitsgerät ist, probier es aus — verlass dich im Kundengeschäft aber lieber noch nicht darauf.
Der Punkt, den fast niemand nennt: Cowork braucht deutlich mehr
Und jetzt kommt die Angabe, die in keiner der deutschen Anleitungen steht, die ich gefunden habe — und die für dich entscheidend sein kann.
Die Claude-App selbst ist genügsam. Sobald du aber Cowork nutzen willst — also Claude eigenständig an mehrstufigen Aufgaben arbeiten lässt —, gelten zusätzliche Anforderungen. Cowork läuft in einer abgeschotteten virtuellen Maschine auf deinem Rechner, und die will versorgt sein:
- Mindestens 8 GB Arbeitsspeicher, damit die virtuelle Maschine flüssig läuft
- Rund 25 GB freier Speicherplatz allein für das Cowork-Abbild
- 10 GB oder mehr freier Speicher darüber hinaus
Das ist der eigentliche Grund, warum Cowork bei manchen zäh läuft — nicht die Internetverbindung. Wenn dein Rechner 8 GB RAM hat und die Festplatte fast voll ist, wirst du damit keine Freude haben. Prüf das, bevor du dich über die Ergebnisse ärgerst.
Was du mit Cowork überhaupt anstellen kannst, habe ich in zwei Artikeln aufgeschrieben: Produkt-Launch mit Claude und Notion Board erstellen mit Claude.
Achtung bei Downloads von Drittanbietern
Wenn du „Claude Download" googelst, bekommst du neben der offiziellen Seite eine Reihe von Download-Portalen, die dir eine Installationsdatei anbieten. Manche verpacken die echte App neu, manche bündeln Werbung mit, manche sind schlicht veraltet.
Es gibt genau eine offizielle Adresse: claude.ai/download. Von dort kommst du zu allen Fassungen — Mac, Windows, Linux — und zu den Links in die App-Stores. Für Handy und Tablet lädst du ausschließlich über den Apple App Store oder Google Play, und zwar die App von Anthropic PBC.
Warum ich darauf herumreite: Du meldest dich in dieser Software bei deinem Claude-Konto an und lädst Geschäftsunterlagen hoch. Das ist kein Ort für ein Programm aus zweiter Hand.
Brauchst du die App überhaupt?
Ehrliche Antwort: Nicht zwingend. Im Browser bekommst du praktisch denselben Funktionsumfang, und wenn du ohnehin den ganzen Tag im Browser arbeitest, ist ein weiteres Programm eher Ballast.
Drei Fälle, in denen sich die Desktop-App trotzdem lohnt:
- Du willst Cowork nutzen. Das läuft auf deinem Rechner, nicht im Browserfenster.
- Du verlierst Claude ständig zwischen dreißig Tabs. Ein eigenes Fenster mit eigenem Symbol in der Leiste ändert mehr am Arbeitsverhalten, als es klingt.
- Du verbindest Claude mit lokalen Werkzeugen. Die Desktop-App kann Verbindungen zu Programmen auf deinem Rechner herstellen, die im Browser nicht funktionieren.
Für das Handy gilt das Gegenteil — die App aufs Handy gehört einfach drauf. Nicht, um dort zu arbeiten, sondern um den Gedanken festzuhalten, der dir beim Einkaufen kommt.
Was kostet das alles?
Der Download kostet nichts, und du kannst Claude mit einem kostenlosen Konto nutzen — auf allen Geräten. Bezahlt wird erst, wenn dir die Nutzungsgrenzen zu eng werden.
Was die Tarife in Euro kosten, mit netto und brutto statt US-Listenpreisen, steht in Was kostet Claude AI? — inklusive der Rechnung, die wichtiger ist als der Monatspreis.
Häufige Fragen
Gibt es Claude als App?
Ja. Anthropic bietet offizielle Apps für Mac, Windows, iPhone und Android an, dazu eine Beta-Fassung für Linux. Alle sind kostenlos und funktionieren auch mit einem kostenlosen Claude-Konto.
Wo kann ich Claude herunterladen?
Über claude.ai/download. Dort wählst du dein Betriebssystem und lädst die passende Fassung. Für iPhone und Android gehst du in den Apple App Store oder zu Google Play und suchst nach „Claude by Anthropic" — Anbieter ist Anthropic PBC. Andere Download-Quellen brauchst du nicht.
Gibt es Claude für Windows?
Ja, ab Windows 10. Es gibt zwei Fassungen: x64 für die allermeisten Rechner und arm64 für Geräte mit ARM-Prozessor. Nach dem Installieren findest du Claude im Startmenü.
Gibt es Claude für Mac?
Ja, ab macOS 11 (Big Sur). Die Mac-App ist eine Universal-Version und läuft sowohl auf Apple Silicon als auch auf Intel-Macs — du musst dich also nicht entscheiden.
Welche Systemvoraussetzungen hat die Claude-Desktop-App?
Für die App selbst reichen macOS 11 oder Windows 10. Deutlich mehr braucht Cowork: mindestens 8 GB Arbeitsspeicher und rund 25 GB freien Speicherplatz für das Arbeitsabbild, plus 10 GB darüber hinaus.
Welche Claude Version ist kostenlos?
Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos und funktioniert auf allen Geräten — Mac, Windows, iPhone und Android. Auch der Download selbst kostet nie etwas, egal auf welcher Plattform. Bezahlt wird ausschließlich für höhere Nutzungsgrenzen, nicht für die App.
Gibt es Claude für Linux?
Ja, als Beta für Ubuntu und Debian, jeweils für x64 und arm64. Sie funktioniert, hinkt den anderen Fassungen aber noch hinterher.
Brauche ich die App oder reicht der Browser?
Für die tägliche Arbeit reicht der Browser. Die Desktop-App lohnt sich, wenn du Cowork nutzen willst, wenn Claude dir zwischen zu vielen Tabs untergeht oder wenn du Claude mit Programmen auf deinem Rechner verbinden möchtest. Die Handy-App lohnt sich fast immer — für die Gedanken zwischendurch.
Wo es weitergeht
Wenn du gerade erst anfängst, ist das hier die sinnvolle Reihenfolge:
- Was ist Claude AI? — der Grundlagen-Guide: was das Werkzeug kann, ohne Technik-Blabla.
- Was kostet Claude AI? — Preise in Euro, netto und brutto, plus die Frage nach dem richtigen Tarif.
- Claude vs. ChatGPT — falls du noch schwankst, welches Abo überhaupt.
- Claude Skills — der größte Hebel, sobald die App läuft: drei Spezialisten, die für dich arbeiten.
- Welches Modell brauchst du wirklich? — direkt preisrelevant, wenn du überlegst aufzustocken.
Fazit: Installieren ist der kleinste Teil
Der Download dauert zwei Minuten, und die Systemvoraussetzungen erfüllt fast jeder Rechner, der noch Updates bekommt. Der einzige Punkt, an dem es hakt, ist Cowork — und das liegt an Arbeitsspeicher und Festplatte, nicht an dir.
Viel wichtiger als die Frage, wo du klickst, ist die danach: Was machst du mit dem Ding, wenn es installiert ist? Ein Programm im Dock hat noch niemandem Arbeit abgenommen. Fang mit einer einzigen Aufgabe an, die dich jede Woche nervt — und gib sie ab.