» blog · 2. Juni 2026 · Claude

Produkt-Launch mit Claude & Cowork: Landingpages, E-Mails und Checkout in drei Stunden

Zwei Landingpages, zwei E-Mail-Automationen, zwei komplett neue Produkte in Digistore24 — angelegt in 24 Stunden, mit rund drei Stunden echtem Zeitaufwand. Früher habe ich dafür mehrere Tage gebraucht. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie das mit Claude und Cowork funktioniert — und welche Vorarbeit du dafür gemacht haben musst.

Wenn ich dir sage, dass ich in den letzten 24 Stunden für eine Kundin zwei Landingpages, zwei E-Mail-Automationen und zwei komplett neue Produkte in Digistore24 angelegt habe — mit einem Zeitaufwand von, sagen wir, drei Stunden — würdest du mir das glauben? Ich hätte es ehrlich gesagt selbst nicht geglaubt. In der Vergangenheit war das utopisch: Für so etwas habe ich mehrere Tage gebraucht, manche Agenturen brauchen dafür mehrere Wochen.

Und bevor du abwinkst: Das hier ist kein KI-Bullshit-Bingo. Die meisten Videos da draußen erzählen dir, wie man mit KI Geld verdient — und verdienen ihr Geld genau damit, dass sie dir das erzählen. Das hier ist ein konkreter Use Case, wie ich ihn täglich in meinem Business habe: Wir schauen mit Kunden, was sie haben, was sie brauchen, und überlegen dann, welche KI wir einsetzen, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Meine Kunden sind keine IT-Nerds und keine KI-Nerds — sie haben ein konkretes Problem, das gelöst werden soll. Wenn du also gerade vor einem Launch stehst oder Kunden bei ihrem Launch begleitest, ist dieser Workflow für dich.

Der wichtige Disclaimer: Struktur vor Tools

KI ist kein Zaubertool. Dass das Ganze in 24 Stunden fertig war, liegt an zwei Bausteinen. Erstens: Ich habe mir KI-Unterstützung geholt. Zweitens — und das ist der entscheidende Teil: Ich arbeite mit der Kundin, ich kenne ihre Positionierung, ich weiß, wie sie spricht, und vor allem, welche Probleme ihre Kunden haben. Nur so konnte ich die Kommunikation genau für diese Zielgruppe gestalten.

Das muss bei dir vorher auf dem Papier stehen: Du musst deine Business-Struktur kennen und wissen, für wen dieses Produkt ist, das du da gerade anlegst. Erst dann holst du dir die KI deines Vertrauens an die Seite. Struktur vor Tools.

Das Setup: Claude im Browser — und Cowork auf dem Rechner

Meine KI des Vertrauens ist Claude. Ich arbeite tagtäglich damit — im Browser, aber vor allem in Cowork: Claude als App direkt auf meinem Rechner. Du kannst alles hier Gezeigte auch ganz normal über Claude im Browser machen, aber einige Funktionen mache ich eben nicht im Chat, sondern in Cowork — deswegen arbeite ich so gern auf dem Rechner.

Nur eines solltest du wissen: Alles, was du in Cowork hinterlegst, liegt lokal auf genau diesem Rechner. Arbeitest du auf dem Laptop, ist es nur auf dem Laptop; arbeitest du am Desktop, ist es auf dem Desktop. Für diesen Workflow ist das aber erst mal irrelevant — ich arbeite hier im Claude-Chat, und da habe ich den großen Vorteil, dass ich später im Browser auf alle Inhalte wieder zugreifen kann.

Schritt 1: Ein Kunden-Projekt in Claude anlegen

Das Erste, was du machen solltest: ein Projekt anlegen — mit den relevanten Daten für deine Kundin oder deinen Kunden. Das geht schnell: In Claude auf Projekte gehen, neues Projekt anlegen, Namen vergeben, kurze Beschreibung — fertig.

Wichtig ist, dass du in dieses Projekt alles reinfütterst, was für das Vorhaben relevant ist: Produktdetails, Farben (zum Beispiel ein Brandkit), die Sprache für das Produkt und so weiter. Je mehr Kontext, desto besser das Ergebnis. Im Video habe ich bewusst bei null gestartet, damit du siehst, was schon ohne diese Vorgaben passiert — für deinen echten Launch packst du alles rein.

Schritt 2: Die Landingpage — ohne WordPress, direkt als HTML

Wir starten direkt mit einer HTML-Seite: einer Webseite, die auf Code basiert. Du brauchst kein WordPress und kein Baukastensystem — du lässt Claude die schwere Arbeit machen. Mein Prompt sah sinngemäß so aus:

„Bitte bau mir eine HTML-Seite zu einem neuen Produkt, das ich launchen möchte. Das Produkt soll eine Launchbegleitung sein. Die HTML-Seite möchte ich später in meine WordPress-Seite integrieren — in meinem Fall GoHighLevel. Es soll später auch eine Bezahlung hinterlegt werden, die ich mit Digistore24 erstelle."

Statt Digistore24 geht natürlich auch ThriveCart, CopeCart oder was immer du nutzt. Entscheidend: Du gibst in diesen Prompt alles rein, was Claude braucht, um die Seite zu erstellen. Claude ruft dann in der Regel erst die Skills ab, die schon gespeichert sind, und setzt dann die Struktur der Seite auf. Und allein dafür — für so eine Webseiten-Struktur — brauchst du sehr, sehr lange, wenn du kein Webdesigner bist.

Innerhalb weniger Minuten war die Launch-Seite fertig, und Claude sagt dir sogar noch, wo du welche Dinge einsetzen solltest. Alles, was du ändern möchtest, änderst du danach einfach über den Chat. Zum Schluss klickst du auf HTML herunterladen und schaust, wie dein Webseitenanbieter HTML-Dateien verarbeitet — da gibt es je nach Anbieter viele unterschiedliche Wege.

Schritt 3: Die Produktbeschreibung für Digistore24

Die Seite steht — jetzt brauchst du die Produktbeschreibung für deinen Bezahlanbieter. Das kannst du im selben Chat direkt mit abfrühstücken:

„Das sieht super aus. Ich möchte das Produkt jetzt in Digistore24 anlegen und brauche dort eine Produktbeschreibung. Mach mir bitte eine Produktbeschreibung, die ich bei Digistore24 hinterlegen kann."

Claude fängt sofort an und liefert dir die Kurzbeschreibung und die vollständige Produktbeschreibung. Ein Tipp aus der Praxis: In das Bezahlformular packe ich immer noch einmal ganz genau rein, worum es geht — inklusive der Boni. Denn mit dem Klick auf das Bezahlformular schließt dein Kunde einen Vertrag mit dir ab, und da soll glasklar drinstehen, was er bekommt. Die Texte kopierst du dann nur noch zu deinem Bezahlabwickler.

Schritt 4: Danke-E-Mail und Dankeseite

Jetzt fehlen noch zwei Dinge: der Text für die Danke-E-Mail nach dem Kauf und eine Dankeseite. Auch das läuft im selben Chat:

„Jetzt brauche ich noch zwei Dinge von dir. Nummer eins: den Text für die Danke-E-Mail nach dem Kauf. Und im nächsten Schritt eine Dankeseite, bitte wieder als HTML-Code, damit ich sie auf meiner Webseite einbinden und den Link bei Digistore24 als Dankeseite hinterlegen kann."

Claude setzt sich dafür selbst einen kleinen Projektplan auf — erst die E-Mail, dann die HTML-Seite. Kurz darauf lag beides vor: die Danke-E-Mail mit drei Betreffzeilen-Vorschlägen, einem Preview-Text und der eigentlichen E-Mail — und darunter die Dankeseite, im gleichen Design wie die ursprüngliche Landingpage, sogar mit Animationen. Auch hier: HTML-Code herunterladen und dort hochladen, wo deine Webseite liegt.

Workflow-Tipp: Sprich mit deiner KI

Vielleicht ist es dir im Video aufgefallen: Ich tippe meine Prompts nicht, ich spreche sie ein. Dafür nutze ich Wispr Flow (Affiliate-Link). Ich arbeite fast ausschließlich per Sprachsteuerung mit meiner KI — weil ich dadurch schneller bin, weniger darüber nachdenke und analysiere, wie ich es formulieren soll, und meine Gedanken viel ursprünglicher in die KI reinkriege. Und genau das hilft der KI, mich besser zu verstehen.

Häufige Fragen

Brauche ich WordPress oder ein Baukastensystem?

Nein. Claude schreibt dir die Landingpage direkt als HTML-Seite. Du lädst den Code herunter und bindest ihn dort ein, wo deine Webseite liegt — bei deinem Webseitenanbieter, in WordPress oder in GoHighLevel. Änderungen machst du vorher einfach per Chat.

Warum ging das so schnell — klappt das auch ohne Vorbereitung?

Nein. KI ist kein Zaubertool. Das Tempo kommt aus zwei Bausteinen: der KI-Unterstützung und der Vorarbeit. Du musst deine Business-Struktur, deine Positionierung und deine Zielgruppe vorher genau kennen — für wen ist das Produkt, wie soll die Sprache sein, welche Probleme haben die Kunden. Struktur vor Tools.

Was ist Cowork — und brauche ich es zwingend?

Cowork ist Claude auf deinem Rechner, als App zum Herunterladen. Zwingend brauchst du es nicht — alles hier funktioniert auch mit Claude im Browser. Beachte nur: Was du in Cowork hinterlegst, liegt lokal auf genau diesem Rechner. Inhalte aus dem Claude-Chat kannst du dagegen später auch im Browser wieder öffnen.

Fazit: Das Heavy Lifting gibst du ab

Wenn du die Vorarbeit einmal gemacht hast — du weißt, wer die Zielgruppe ist, wie die Texte klingen sollen, welche Farben es haben soll — kannst du dieses ganze sogenannte Heavy Lifting Claude machen lassen und dich auf etwas ganz anderes konzentrieren. Meine Kundin ist begeistert: Sie hat jetzt zwei neue Produkte am Start, die sie ab sofort verkaufen kann. Sichtbar war sie schon — jetzt hat sie auch die Produkte dazu.

Wenn du solche Workflows Schritt für Schritt mit anderen zusammen umsetzen willst: In meiner kostenlosen Skool-Community tauschen wir uns genau darüber aus, und in der KI-Business-Community gehen wir tiefer in die Umsetzung. Und wenn du Claude einmal richtig in deinem Business verankern willst, schau dir den Claude-Sprint an.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig". Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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