» blog · 5. April 2026 · Claude

Was ist Claude AI? Mehr als ein Chatbot — der Guide für Solopreneure

Gerade sprechen alle davon, dass Claude die KI-Welt revolutioniert. Aber was bedeutet das für dich, dein Business und deinen Workflow — und ist Claude wirklich die nächste Wunderwaffe? Ein Rundgang durch Chat, Skills, Projekte, Cowork und Code. Aus Anwenderinnen-Sicht, ohne Technik-Blabla.

Ist Claude wirklich so gut, wie alle behaupten? Und vor allem: Was kann Claude konkret für dein Business? Genau diese Fragen beantworte ich dir hier — über Claude Chat, Claude Cowork und Claude Code. Wenn du Solopreneur bist, also Einzelunternehmerin oder Einzelunternehmer, ein kleines Business hast oder dir eins aufbauen willst, bist du hier genau richtig.

Was ist Claude AI eigentlich?

Fangen wir vorne an, falls Claude für dich neu ist. Claude ist ein KI-Assistent des US-Unternehmens Anthropic — genauer: eine ganze Familie von Sprachmodellen, deren erstes im März 2023 erschien. In Europa und Deutschland ist Claude seit Mai 2024 offiziell nutzbar; vorher ging das nur über Umwege.

Drei Dinge unterscheiden Claude von dem, was du vielleicht von anderen KI-Chats kennst:

Du erreichst Claude über die Web-App unter claude.ai, über die Desktop-App und über dein Handy. Es gibt eine kostenlose Variante und kostenpflichtige Abos — was die genau kosten, habe ich hier aufgeschlüsselt.

Was kann Claude — konkret?

Die ehrlichste Antwort: Es ersetzt keine einzelne Software, sondern die Arbeit, die du bisher selbst gemacht oder ausgelagert hast. In meinem Alltag sind das vor allem drei Bereiche:

Und das ist genau der Punkt, an dem die meisten unterschätzen, was hier passiert: Es geht nicht darum, ein weiteres Werkzeug in die Sammlung zu legen. Es geht darum, Arbeit abzugeben.

Eines vorab: Ich bin keine Coderin und keine IT-Entwicklerin. Ich bin Anwenderin — und ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit KI und digitaler Transformation. Du bekommst hier also die Antworten, die für dich wirklich relevant sind. Kein Technik-Blabla.

Warum gerade alle über Claude sprechen

Die großen KI-Modelle — ChatGPT, Claude, Perplexity, Google — entwickeln sich in ganz unterschiedliche Richtungen. Das Problem für uns als Anwender: Wir brauchen ein Tool, in dem wir nicht zwanzigmal hin- und herklicken, sondern im Idealfall unsere echten Assistenten in einer Oberfläche haben.

Und genau das liefert Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, gerade. Ich finde: Mit der Claude App haben sie einen Meilenstein auf den Weg gebracht — andere können sich jetzt erst mal umgucken und überlegen, ob sie das auch schaffen und wollen. Wenn du wissen willst, welches Claude-Modell wann passt, schau in meinen Testlauf Claude Fable 5 vs. Opus.

Die Claude App: alles in einer Oberfläche

Ich habe mir Claude als App auf meinen Rechner geladen, weil ich damit direkt auf alle drei Anwendungsfelder zugreifen kann: Claude Chat, Claude Cowork und Claude Code. Kein Wechseln zwischen Tools, kein Suchen — ein Ort, an dem alles zusammenläuft.

Warum die Bedienung für Nicht-Techniker besser ist

Was du an anderen KI-Oberflächen oft bemängelst — dass sie nicht intuitiv sind und niemand darauf hört, wie Anwender wirklich damit arbeiten — läuft bei Anthropic anders. Ich habe das Gefühl, dass sich dort wirklich Gedanken gemacht wird: Wie kann es für den Nicht-ITler, den Nicht-KI-Experten und vor allem den Nicht-Coder so attraktiv sein, mit dieser Plattform zu arbeiten, dass man gar nicht mehr weg möchte?

Skills: bring Claude deine Handgriffe bei

Im Chat findest du einen kleinen Werkzeugkoffer — und der ist für mich der erste Beweis, dass Anthropic auf die Menschen gehört hat. Darüber kannst du dir sogenannte Skills erstellen, auf deine Skills zugreifen, sie hochladen, bearbeiten und herunterladen. Skills sind einfach Fähigkeiten, die du in deiner täglichen Arbeit brauchst.

Zwei Beispiele aus meinem Alltag:

Das Schöne daran: Es fühlt sich an, als würdest du mit einem Assistenten sprechen — und der Assistent baut dir daraus genau diese Fähigkeit. Du kannst jederzeit wieder hingehen und deine Skills weiter bearbeiten.

Software verbinden — ohne API-Chaos

Denk mal ein paar Monate zurück: Wenn du deine Programme mit einer KI verbinden wolltest, brauchtest du sogenannte API-Anbindungen. Da waren Menschen wie du und ich raus — wir sind keine Techniker. Wir wollten doch nur, dass die Sachen miteinander kommunizieren.

In Claude fügst du deine Programme heute einfach über ein Plus hinzu. Und jedes Mal, wenn ich da reinschaue, sind wieder mehr Programme dabei — die großen Software-Anbieter drängen gerade massiv darauf, in die KI integriert zu werden. Das heißt für dich: Deine Assistenten in Claude arbeiten direkt mit und in den Programmen, mit denen du sowieso arbeitest.

Projekte: deine eigene Wissensdatenbank

Dann gibt es das wunderbare Werkzeug der Projekte — das Prinzip kennst du vielleicht schon von ChatGPT. In einem Projekt legst du deine eigene Wissensbasis an: Du gibst Claude ganz gezielt die Informationen, die für dich und dein Business relevant sind — oder für dein Hobby, je nachdem, wofür du Claude nutzt. Du fütterst einfach alles an, was wirklich zählt, und arbeitest dann innerhalb des Projekts mit diesem Wissen im Rücken.

Artefakte: fertige Vorlagen als Startpunkt

Unter Artefakte siehst du direkt Ideen, was du mit Claude alles erstellen kannst — und du kannst diese Vorlagen sofort nutzen. Und das ist wohlgemerkt nur der Chat-Bereich.

Kleine Randnotiz: Im Video stelle ich außerdem den Sponsor HitPaw (Affiliate-Link) vor — ein Video-Editing-Tool, das die aktuellen KI-Modelle für Bild, Video und Audio direkt in der Schnittoberfläche integriert hat und sich kostenlos testen lässt.

Claude Cowork: delegieren wie ein Dirigent

Jetzt kommen wir zu Cowork — für mich die ultimative Waffe und der Punkt, an dem sich Claude von den anderen Modellen wie ChatGPT oder Gemini wirklich unterscheidet. Ich habe hier das Gefühl, mit einem lebenden Organismus zu arbeiten: Jedes Mal, wenn ich reingehe, sind neue Dinge da — zum Beispiel Plugins, über die mir ständig neue Automationen vorgeschlagen werden.

Cowork heißt: Claude arbeitet auf deiner Arbeitsoberfläche für dich. Ob das dein Rechner ist, ein bestimmter Ordner auf deinem Rechner oder dein Server — all das stellst du ein und delegierst dann Aufgaben. Nach kurzer Zeit fühlst du dich wie ein Dirigent, der einfach sagt: „Okay — heute machst du das, du machst das, und du machst das.“

Claude Code & Mobile: wenn du es auf die Spitze treiben willst

Und wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, schau dir Claude Code an: Damit kannst du eigene Anwendungen erstellen. Auch hier wird es dir einfach gemacht — du arbeitest per Schrifteingabe oder per Sprache, zum Beispiel über ein Diktier-Tool wie Whisper Flow oder direkt über das Mikrofon im Gespräch mit Claude.

Das Schöne: Du kannst Claude auf dem Rechner nutzen, über den Browser und über dein Handy. Mit den neuesten Updates lässt sich Claude sogar komplett über das Handy steuern. Ich finde das wirklich unglaublich.

Claude oder ChatGPT — warum überhaupt wechseln?

Diese Frage kommt in jedem meiner Calls. Meine Antwort ist unbequem: Du musst gar nicht wechseln. Wenn ChatGPT für dich funktioniert, funktioniert es.

Interessant wird Claude dort, wo Arbeit länger wird. Kurze Fragen beantworten beide gut. Aber sobald du an einem Projekt über Wochen arbeitest, umfangreiche Unterlagen einbeziehst oder etwas Fertiges bauen willst, spielt das große Kontextfenster seine Stärke aus — Claude verliert den Faden nicht. Dazu kommt die Kombination aus Chat, Cowork und Code in einer Oberfläche, die du sonst über mehrere Tools verteilen müsstest.

Mein praktischer Rat, den ich auch meinen Kundinnen gebe: Entscheide dich für eins und arbeite dich richtig ein. Zwei halb genutzte Abos kosten dich mehr Geld und mehr Aufmerksamkeit als eines, das du beherrschst. Was du sparst, ist nicht der Abo-Preis — es ist die Zeit, die du nicht mehr mit Hin-und-her-Kopieren verbringst.

Häufige Fragen

Was ist Claude AI?

Claude ist ein KI-Assistent des US-Unternehmens Anthropic — eine Familie von Sprachmodellen, deren erstes im März 2023 erschien. In Deutschland ist Claude seit Mai 2024 offiziell nutzbar. Besonderheiten sind das Training nach Constitutional AI, ein sehr großes Kontextfenster und die Stärke in der Wissensarbeit.

Was kann Claude?

Drei Dinge vor allem: Text und Recherche (lange Dokumente verstehen, zusammenfassen, neue Inhalte schreiben), Analyse (Tabellen und Auswertungen) und Bauen (über Claude Code entstehen kleine Anwendungen und Webseiten, ohne dass du programmieren musst).

Ist Claude AI gratis?

Es gibt eine kostenlose Variante, mit der du Claude kennenlernen kannst. Für regelmäßige Arbeit ist das Nutzungslimit zu eng — dann ist der Pro-Plan der realistische Einstieg.

Ist Claude besser als ChatGPT?

Nicht pauschal. Bei kurzen Fragen nehmen sich beide wenig. Claude spielt seine Stärke aus, wenn Arbeit länger wird: umfangreiche Unterlagen, Projekte über Wochen, etwas Fertiges bauen. Mein Rat: Entscheide dich für eines und arbeite dich richtig ein.

Brauche ich Programmierkenntnisse, um mit Claude zu arbeiten?

Nein. Die Claude App ist bewusst so gebaut, dass Nicht-Techniker und Nicht-Coder gerne damit arbeiten. Skills entstehen im Gespräch — du beschreibst, was du brauchst, und Claude baut dir die Fähigkeit. Und Programme verbindest du per Klick, ohne die technischen API-Anbindungen von früher.

Was ist der Unterschied zwischen Claude Chat, Claude Cowork und Claude Code?

Claude Chat ist die Gesprächsoberfläche mit Skills, Projekten und Artefakten. Claude Cowork lässt Claude direkt auf deiner Arbeitsoberfläche arbeiten — Rechner, Ordner oder Server — und du delegierst Aufgaben wie ein Dirigent. Mit Claude Code erstellst du eigene Anwendungen. In der Claude App hast du alle drei Bereiche in einer Oberfläche.

Kann ich Claude auch unterwegs am Handy nutzen?

Ja — auf dem Rechner, im Browser und auf dem Handy. Mit den neuesten Updates kannst du Claude sogar über dein Handy steuern, und Eingaben funktionieren per Tastatur oder per Sprache.

Fazit: Ist Claude jetzt die Wunderwaffe für dich?

Meine Antwort aus dem Video: Wenn du viele Dinge machst wie Texte aufbereiten, Blogartikel schreiben, Social-Media-Beiträge und Skripte erstellen oder Analysen fahren — dann solltest du dir die Kombination aus Claude Chat und Claude Cowork wirklich einmal genauer anschauen. Genau da spielt Claude seine Stärke aus: ein Assistent, der in einer Oberfläche mit deinem Wissen, deinen Programmen und deinen Aufgaben arbeitet — und eben nicht nur ein Chatbot ist.

Wenn du dabei nicht allein starten willst: In meiner kostenlosen Community tauschen wir uns genau über solche Workflows aus. Und wenn du Claude einmal richtig in deinem Business verankern willst, schau dir den Claude-Sprint an.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig“. Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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