» blog · 28. Juli 2026 · Claude

Ich habe aufgehört, meine Website zu raten. Jetzt wird sie 27-mal öfter gefunden

Am 15. Juli bin ich umgezogen — neu gebaut mit Claude Code, mit angeschlossenen Suchdaten. Vier Tage später sprang meine Sichtbarkeit auf das 27,6-Fache. Hier sind die Zahlen, die vier Irrtümer dahinter — und alles, was dagegen spricht.

Du hast eine Website. Sie hat Geld gekostet — vielleicht viel Geld. Jemand hat sie für dich gebaut, sie sieht gut aus, und du warst zufrieden, als sie fertig war.

Und dann passierte: nichts.

Keine Anfragen. Keine Sichtbarkeit. Vielleicht hattest du sogar eine SEO-Agentur dazugebucht, die dir monatlich einen Bericht geschickt hat, den du nicht wirklich lesen konntest. Vielleicht hattest du keine und hast dich einfach still gefragt, was du falsch machst.

Irgendwann hast du dann angefangen, deine Energie woanders hinzustecken. Instagram. LinkedIn. YouTube. Da passiert wenigstens etwas, da siehst du Zahlen, da reagiert jemand.

Und deine Website steht seitdem da wie ein teures Möbelstück, an dem man vorbeigeht.

Das war bei mir genauso. Was das geändert hat, war kein neues Design und keine neue Agentur. Es war ein Gedanke, auf den ich viel zu spät gekommen bin.

Das eigentliche Problem: Du hast deine Zahlen nie gesehen

Der Grund, warum sich deine Website wie ein Rätsel anfühlt, ist nicht, dass du zu wenig davon verstehst. Er ist banaler.

Niemand hat dir je gezeigt, was tatsächlich passiert.

Wenn eine Agentur für dich gearbeitet hat, hatte sie die Zahlen — du hattest den Bericht. Und wenn du etwas ändern wolltest, hast du gefragt, gewartet und bezahlt. Wenn niemand für dich gearbeitet hat, hatte sie schlicht keiner.

So oder so bist du in derselben Lage gelandet: Du triffst Entscheidungen über deine Website nach Gefühl. Welcher Text besser ist. Welches Thema sich lohnt. Ob eine Seite überhaupt gefunden wird. Alles Vermutung.

Und mit Vermutungen kann man nicht arbeiten. Man kann sie nur haben.

Das ist übrigens auch der ehrliche Grund für die Flucht zu Social Media: Dort siehst du sofort, ob etwas ankommt. Nicht weil Instagram besser wäre als deine Website — sondern weil es dir Rückmeldung gibt. Deine Website gibt dir keine, also verlierst du das Interesse an ihr. Völlig nachvollziehbar.

Der erste Schritt: Ich habe mein Design nicht ausgesucht

Im Juli habe ich meine Website neu gebaut. Nicht mit einer Agentur und nicht in WordPress, sondern mit Claude Code.

Und der allererste Schritt war schon anders als beim letzten Mal. Statt mich zu fragen, welches Design mir gefällt, habe ich Claude alle meine bestehenden Landingpages analysieren lassen — und wir haben genommen, was nachweislich am besten funktioniert hat.

Nicht das schönste. Das mit den besten Zahlen.

Das klingt unspektakulär, ist aber der Moment, in dem sich das Prinzip zum ersten Mal zeigt: Ich habe für Design bisher immer Geschmack bezahlt — meinen oder den von jemand anderem. Diesmal hat eine Auswertung entschieden.

Der Gedanke, der alles gedreht hat

Beim Weiterbauen kam mir dann der Gedanke, um den es in diesem ganzen Artikel geht. Er besteht aus zwei Hälften, und die meisten machen nur die erste.

Erste Hälfte: Claude muss wissen, wer ich bin

Nicht „schreib was über meine Angebote“. Sondern richtig: Wir haben mich einmal sauber definiert. Wer ich bin, für wen ich arbeite, wie meine Wunschkundin aussieht und woran sie gerade hängt, welche Produkte es gibt und wie sie zusammenhängen, was meine Strategie ist. Alles aufgeschrieben, an einer Stelle, in einer Form, mit der eine Maschine arbeiten kann.

Das ist Arbeit, die sich zunächst nach Umweg anfühlt. Es ist aber die Voraussetzung für alles Weitere — und, wie sich zeigen wird, nebenbei die Lösung für ein Problem, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es habe.

Zweite Hälfte: Claude muss wissen, wie die Welt mich sieht

Dazu habe ich zwei Datenquellen angeschlossen, mehr war es nicht.

Die Google Search Console — kostenlos, und wahrscheinlich hast du sie noch nie geöffnet. Sie zeigt, was Google über deine Seite weiß: bei welchen Suchanfragen du aufgetaucht bist, auf welchem Platz du standest, wie oft jemand geklickt hat. Und, für mich das Wertvollste: welche deiner Seiten Google zwar kennt, aber noch nie besucht hat.

Wenn du nach diesem Artikel genau eine Sache machst, dann diese. Sie kostet nichts.

Eine Quelle für Marktdaten — bei mir DataForSEO. Sie liefert, wonach wie oft gesucht wird, und, viel wichtiger: die echten Suchergebnisse in Echtzeit. Also nicht nur „dieser Begriff wird 720-mal im Monat gesucht“, sondern „und das sind die zehn Seiten, gegen die du dann antreten müsstest“.

Und dann ist Claude losgelaufen.

Mit dem Wissen, wer ich bin, hat es nachgesehen, wonach ich tatsächlich gesucht werde und wie Menschen mich heute finden. Aus der Überschneidung von beidem — was ich anbiete und wonach wirklich gefragt wird — ist eine Strategie entstanden, die seitdem läuft, ohne dass ich sie jedes Mal neu treffen muss.

Das ist der Unterschied. Fast alle geben der KI nur die erste Hälfte: „Hier ist mein Angebot, mach was Schönes daraus.“ Dann bekommst du eine schöne Vermutung. Und manche geben nur die zweite: eine Liste mit Suchbegriffen, aus der Texte entstehen, die nach niemandem klingen.

Erst zusammen ergibt es etwas: Aus einem Gefühl wurde etwas Messbares. Und was messbar ist, kann ich verbessern.

Und wie sieht das im Alltag aus?

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird — also wahrscheinlich der Teil, den du wirklich wissen willst.

Ich steuere meine Website heute über Claude Code. Nicht über ein WordPress-Menü, nicht über eine Agentur, der ich schreibe und dann warte. Wenn ich etwas ändern will, sage ich es. Wenn ich wissen will, ob es gewirkt hat, frage ich nach.

Ich bekomme regelmäßige Auswertungen, wie meine Seite läuft. Nicht als PDF-Bericht mit bunten Balken, den ich wegklicke, sondern als konkrete Liste: Das ist passiert, das ist der Grund, das wären die nächsten drei Schritte — sortiert danach, was am meisten bringt.

Und für Inhalte sage ich einfach: „Schreib mir einen Blogartikel.“ Claude weiß inzwischen, worüber — weil es weiß, wer ich bin und wonach gesucht wird. Inzwischen habe ich mir sogar ein Notion-Board anlegen lassen, auf dem meine regelmäßigen Blogbeiträge schon vorformuliert liegen. Ich entscheide, was davon rausgeht.

Der Unterschied zu vorher ist nicht, dass irgendetwas schneller geht. Der Unterschied ist, dass ich weiß, was ich tue, statt zu hoffen.

Die Zahlen

Umgezogen bin ich am 15. Juli 2026. Hier ist, was seitdem passiert ist. Quelle: Google Search Console, 26. April bis 25. Juli 2026. Echte Zahlen von Google, keine Schätzung von irgendwem.

MonatKlicksAngezeigt
April (ab 26.)556
Mai36341
Juni23402
Juli542.725

„Angezeigt“ heißt: So oft ist meine Seite in einer Ergebnisliste aufgetaucht. Nicht angeklickt — nur gezeigt.

Der Juli liegt beim 6,8-Fachen des Juni. Aber der Monatsvergleich verwischt, was tatsächlich passiert ist, denn der Anstieg verteilt sich nicht gleichmäßig.

Er passiert an zwei Tagen.

Das ist das 27,6-Fache. Über 70 % der Sichtbarkeit eines ganzen Quartals fallen in sieben von 91 Tagen. Der Umzug war am 15. Juli, zwei neue Artikel kamen am 17. und 18. dazu — und dann kippte es.

Was diese Zahl nicht beweist

Und jetzt der Teil, den du in solchen Artikeln sonst nie liest. Du hast wahrscheinlich schon einmal jemandem geglaubt, der dir große Zahlen gezeigt hat. Deshalb bekommst du hier auch die Zahlen, die dagegen sprechen.

Eine Woche ist kein Trend. Ein Ausschlag kann ein Ausschlag bleiben. Ich messe Ende August erneut und schreibe das Ergebnis auf — auch wenn es mir nicht gefällt.

Von unten ist jeder Faktor groß. 12,7 auf 350,9 ist ein gewaltiger Sprung. Aber 12,7 war eine winzige Zahl. Wer schon bei 5.000 Anzeigen am Tag steht, wird diesen Faktor nie erleben, egal wie gut er arbeitet. Vergleich das mit deiner eigenen Ausgangslage, nicht mit meiner.

Sichtbarkeit ist noch keine Kundin. Im selben Zeitraum ist meine Klickrate gefallen — von 10,56 % im Mai auf 1,98 % im Juli. Ich werde viel öfter gezeigt und anteilig viel seltener geklickt. Von 118 Klicks im Quartal gingen außerdem 56 auf Suchen nach meinem eigenen Namen. Also auf Menschen, die mich sowieso kannten.

Das ist die Sorte Zahl, die man normalerweise wegkürzt. Ich lasse sie stehen — weil sie direkt zu dem führt, was ich aus diesen Wochen wirklich mitnehme.

Vier Dinge, bei denen ich mich geirrt habe

Sobald die Daten da waren, haben sie mir als Erstes gezeigt, dass ich falsch lag. Vier Mal. Und jeder dieser Irrtümer ist einer, den du mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch gerade hast.

Irrtum 1: „Mein bester Text ist fertig.“

Meine stärkste Seite ist ein Vergleich verschiedener KI-Modelle. Sie wurde im Quartal 1.158-mal angezeigt — ein Drittel meiner gesamten Sichtbarkeit.

Und eine ganze Gruppe von Suchanfragen dazu drehte sich um etwas, das im Text nur einmal vorkam. 37 verschiedene Suchanfragen, 160 Anzeigen — ein einziger Klick.

Google hatte verstanden, dass die Seite thematisch dazugehört, und zeigte sie brav an. Die Menschen klickten nicht, weil ihnen nichts versprach, hier eine Antwort zu finden.

Was das für dich heißt: Deine besten Seiten sind selten fertig. Sie sind nur nicht mehr aktuell. Und du merkst es nicht, solange dir niemand zeigt, wonach die Leute gesucht haben, als deine Seite auftauchte. Ich hätte den Text für abgeschlossen gehalten — für immer.

Irrtum 2: „Ich muss weiter nach oben.“

Das ist der Satz, den fast jede SEO-Agentur bedient — und meistens ist er nicht das eigentliche Problem. Als ich meine Suchanfragen in zwei Gruppen geteilt habe, kam das hier heraus:

KlicksAngezeigtKlickrate
Suche nach meinem Namen5632317,3 %
alles andere45970,67 %

Vier Klicks aus fast 600 Anzeigen.

Meine Seiten standen bereits auf Seite eins. Sie gaben nur keinen Grund zu klicken. Der kurze Text, den Google in der Ergebnisliste anzeigt, hat schlicht niemanden überzeugt.

Was das für dich heißt: Bevor du Geld in bessere Platzierungen steckst, prüfe, ob du auf deinen jetzigen Plätzen überhaupt angeklickt wirst. Das ist der billigere Hebel, und es ist eine Änderung von zehn Minuten. Ohne diese Aufteilung hätte ich weiter an dem gearbeitet, was ohnehin schon funktionierte.

Irrtum 3: „Wenn die Seite online ist, ist sie auch da.“

In der Search Console gibt es eine Liste mit dem sperrigen Namen „Gefunden — zurzeit nicht indexiert“. Bei mir standen dort 13 Seiten. Google kannte ihre Adresse und hatte sie nie besucht. Sie existierten praktisch nicht.

Ich habe vier Erklärungen geprüft und drei davon widerlegt:

Übrig blieb: Google besucht eine kleine Website nur begrenzt oft — und ich hatte diese wenigen Besuche selbst verschwendet. Meine Inhaltsübersicht behauptete bei jedem Besuch, alle 48 Seiten hätten sich heute geändert. Wenn alles gleich dringend aussieht, ist am Ende nichts dringend.

Zwei Änderungen: sieben dünne Seiten auf „nicht anzeigen“ gestellt, sodass von 48 noch 41 übrig bleiben, die es wert sind. Und das Änderungsdatum aus den echten Bearbeitungsdaten gezogen.

Was das für dich heißt: Mehr Seiten sind nicht mehr Sichtbarkeit. Jede überflüssige Seite kostet dich eine andere. Wenn dir jemand eine Website mit vierzig Unterseiten gebaut hat, von denen zwanzig Füllmaterial sind, arbeiten diese zwanzig gegen dich.

Irrtum 4: „Was in KI-Antworten passiert, kann man nicht beeinflussen.“

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT oder Claude. Dort gibt es keine Platzierung, auf die man sich etwas einbilden kann. Es gibt nur: Du wirst genannt, oder du wirst nicht genannt. Und wenn du genannt wirst — mit welcher Beschreibung?

Am 17. Juli beschrieb ChatGPT auf Nachfrage noch eine veraltete Version dessen, was ich anbiete. Also nicht falsch im Sinne von erfunden. Nur eben mein Angebot von vor zwei Jahren. Am 27. Juli war das weg.

Der Grund dafür ist genau die Arbeit vom Anfang, die sich nach Umweg anfühlte: Weil ich einmal sauber aufgeschrieben habe, wer ich bin, für wen ich arbeite und was ich anbiete — und weil diese Beschreibung jetzt überall dieselbe ist —, haben die Maschinen etwas Eindeutiges zu greifen. Vorher haben sie sich aus alten Bruchstücken im Netz zusammengereimt, was ich wohl mache.

Was das für dich heißt: Wenn ChatGPT dich heute beschreiben müsste — wüsstest du, was da käme? Das ist eine Frage, die du in dreißig Sekunden beantworten kannst, und die Antwort ist oft unangenehm. Sie ist aber auch änderbar, und zwar nicht durch mehr Inhalte, sondern durch eindeutigere.

Und einmal lag das Werkzeug selbst daneben

Ein Punkt noch, weil er zeigt, dass „Daten haben“ nicht heißt „Daten glauben“ — und weil dir das vermutlich noch niemand so gesagt hat.

Für ein anderes meiner Projekte sahen zwei Suchbegriffe perfekt aus: ordentliches Volumen, kaufbereite Suchende, und die Seiten auf den vorderen Plätzen hatten auffällig wenige Empfehlungen von anderen Websites. Nach der üblichen Logik heißt das: schwache Konkurrenz, da kommst du rein.

Dann habe ich mir die tatsächliche Ergebnisliste angesehen. Alle zehn Plätze gehörten großen Software-Konzernen — darunter IBM, Zendesk und Atlassian. Die niedrige Zahl war kein offenes Tor. Sie war ein Messfehler. Beide Vorschläge habe ich gestrichen.

Was das für dich heißt: Wenn dir jemand eine Keyword-Liste verkauft, ohne dir die echten Suchergebnisse dazu zu zeigen, verkauft er dir eine Vermutung mit Nachkommastellen. Erst nachsehen, dann glauben.

Was du dafür brauchst — und was es kostet

Damit das nicht nach Zauberei klingt:

Die Google Search Console ist kostenlos. Sie einzurichten ist dein erster Schritt, unabhängig von allem anderen hier. Für deine eigene Seite ist sie jeder gekauften Schätzung überlegen — ich habe im selben Projekt erlebt, dass ein Anbieter meine Lage um mehr als das Zehnfache unterschätzt hat, weil sein Datenstand drei Wochen alt war.

Für Marktdaten nutze ich DataForSEO*. Und hier bin ich ehrlich mit dir: Das ist ein Werkzeug für Entwickler. Es hat keine schöne Oberfläche, in der du herumklickst. Es wird an ein Programm angeschlossen — bei mir an Claude Code — und liefert dort seine Daten. Bezahlt wird pro Abfrage, nicht pauschal; ein einzelner Durchlauf kostet Cent-Beträge.

Wenn du gerade denkst „das richte ich mir am Wochenende ein“: eher nicht. Genau deshalb steht unten das Angebot.

Und, weniger technisch, aber wichtiger als alles davon: die Bereitschaft, die Zahlen gegen die eigene Vermutung gewinnen zu lassen. Alle vier Irrtümer oben waren plausibel. Sie waren nur falsch.

* Werbung: Der Link zu DataForSEO ist ein Empfehlungslink. Wenn du darüber ein Konto anlegst, bekomme ich eine kleine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle den Dienst, weil ich ihn selbst nutze; alle Zahlen in diesem Artikel sind damit entstanden.

Häufige Fragen

Ich habe schon eine Website, die viel Geld gekostet hat. War das umsonst?

Nein. In den allermeisten Fällen sind die Inhalte brauchbar und die Positionierung auch — es fehlt die Rückmeldung. Du weißt nicht, welche deiner Seiten arbeitet und welche nur da ist. Das lässt sich nachrüsten, ohne alles wegzuwerfen. Bei mir war der komplette Neubau die richtige Entscheidung, aber das ist nicht bei jeder so.

Was heißt es, sich „als Entity zu definieren“?

Es heißt: einmal sauber aufschreiben, wer du bist, für wen du arbeitest, was du anbietest und wie das zusammenhängt — in einer Form, die auch eine Maschine lesen kann, und dann überall gleich. Klingt nach Bürokratie, ist aber die Grundlage dafür, dass eine KI dich nicht zusammenreimen muss. Und es ist der Grund, warum ChatGPT inzwischen mein aktuelles Angebot beschreibt und nicht mehr mein altes.

Brauche ich Programmierkenntnisse dafür?

Für das Einrichten brauchst du eine Anleitung und etwas Geduld, nicht die Fähigkeit zu programmieren. Für den Teil danach brauchst du etwas ganz anderes: die Bereitschaft, eine Zahl zu hinterfragen. Das ist die eigentliche Kompetenz, und sie hat mit Technik nichts zu tun.

Ist das nicht einfach das, was eine SEO-Agentur macht?

Der Unterschied ist nicht die Methode, sondern wer die Zahlen sieht. Bei einer Agentur liegen sie dort und du bekommst den Bericht — und für jede Änderung fragst du, wartest und zahlst. Hier liegen sie bei dir, und die Änderung machst du am selben Tag. Ich habe nichts gegen Agenturen. Ich habe etwas dagegen, dass ich meine eigenen Zahlen nicht kannte.

Lohnt sich das bei einer sehr kleinen Website?

Gerade dann. Auf einer kleinen Seite ist Googles Aufmerksamkeit knapp, jede überflüssige Seite kostet dich eine andere, und ein einzelner passender Artikel bewegt anteilig sehr viel. Beides steht oben in den Zahlen.

Soll ich Social Media jetzt aufgeben?

Nein. Der Punkt ist nicht, dass Social Media falsch war — es hat dir Rückmeldung gegeben, als deine Website es nicht tat. Der Punkt ist, dass deine Website dasselbe kann, sobald du ihre Zahlen siehst. Und im Unterschied zu Instagram gehört sie dir.

Fazit

Das 27,6-Fache ist eine schöne Zahl, und ich zeige sie gern. Aber sie ist nicht das, was ich aus diesen Wochen mitnehme.

Was ich mitnehme: Ich habe vier Dinge über meine eigene Website geglaubt, die nicht stimmten. Keine dieser Annahmen war dumm. Sie waren alle plausibel. Sie waren nur falsch — und ohne Daten wäre keine davon je aufgefallen. Ich hätte mit voller Überzeugung weiter in die falsche Richtung gearbeitet. Jahrelang.

Und wenn ich eine Sache herausgreifen müsste, dann diese: Der Umschwung kam nicht davon, dass ich bessere Texte geschrieben habe. Er kam davon, dass Claude beides wusste — wer ich bin und wie die Welt mich sucht. Alles andere ist daraus gefolgt.

Wenn du dich in dem Gefühl am Anfang wiedererkannt hast, liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass du zu wenig über Websites weißt. Sondern daran, dass dir nie jemand deine eigenen Zahlen gezeigt hat.

Sobald du sie siehst, hört das Raten auf. Und dann ist deine Website kein teures Möbelstück mehr, sondern etwas, an dem du drehen kannst.

Wenn du das für deine Website willst: Genau diesen Aufbau mache ich im Website-Sprint mit dir — dich einmal sauber definieren, deine Website neu bauen als dein Eigentum statt als Miete in einem Baukasten, die Suchdaten anschließen und die regelmäßigen Auswertungen einrichten. Eine Woche, live, in kleiner Runde mit maximal sechs bis acht Plätzen. Die erste Runde läuft in der zweiten August-Hälfte.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig". Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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Eine Woche, kleine Runde, maximal sechs bis acht Plätze: neu gebaut, Suchdaten angeschlossen, Auswertungen eingerichtet — und danach steuerst du sie selbst. Erste Runde in der zweiten August-Hälfte.

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