» blog · 2. August 2026 · Umsetzung

Was kostet eine Website? Ehrliche Preise für fünf Wege

Von 0 € bis 15.000 €: Was eine Website wirklich kostet — Baukasten, Selbstbau, Done-with-you, Done-for-you und Agentur im ehrlichen Vergleich.

Auf diese Frage bekommst du selten eine gerade Antwort. Die meisten Anbieter schreiben „ab" und eine kleine Zahl, und was es am Ende kostet, erfährst du im Gespräch. Das ist kein Zufall, sondern Methode.

Ich mache es hier anders und nenne echte Zahlen für fünf Wege — mit dem, was danach kommt. Denn der Anschaffungspreis ist bei einer Website fast nie die interessante Zahl.

Was kostet eine Website? Die fünf Wege im Vergleich

WegEinmaligLaufendDein Zeitaufwand
Baukasten selbst
(Wix, Jimdo, Squarespace)
0 €ca. 15–30 € im Monat, dauerhafthoch — du machst alles
Selbst bauen mit KI0 €Werkzeuge ab ca. 15 € im Monat, Hosting ab ca. 5 €sehr hoch beim ersten Mal
Done-with-you
(gemeinsam in einer Woche)
997 € Einführung, danach 1.997 €nur Hosting, ab ca. 5 € im Monat2–3 Std. am Tag, eine Woche
Done-for-you
(jemand baut sie für dich)
2.500–3.900 € nettonur Hosting, optional Betreuunggering — Inhalte liefern, freigeben
Agentur8.000–15.000 €Wartungsvertrag, oft vierstellig im Jahrgering, aber lange Abstimmung

Die Spanne zwischen 0 € und 15.000 € ist kein Fehler. Sie zeigt nur, dass „Website" fünf verschiedene Dinge bedeuten kann.

Warum die Preise so weit auseinanderliegen

Drei Faktoren treiben den Preis — und keiner davon ist das Aussehen.

Wer die Arbeit macht. Das ist der größte Hebel. Eine Agentur rechnet Stunden ab, und zwar die von mehreren Personen: Projektleitung, Design, Umsetzung, Text. Bei einer einzelnen Dienstleisterin fällt der ganze Aufschlag weg. Baust du selbst, zahlst du mit deiner Zeit statt mit Geld — was oft die teurere Währung ist.

Was mitgeliefert wird. Eine Seite, die nur schön ist, kostet weniger als eine, die auch Texte, Suchmaschinen-Einrichtung und eine Newsletter-Anbindung mitbringt. Genau hier verstecken sich die Nachforderungen: Der günstige Preis gilt fürs Gerüst, alles Weitere kommt extra.

Wem sie danach gehört. Der Punkt, den fast alle übersehen. Bei einem Baukasten mietest du. Hörst du auf zu zahlen, ist die Seite weg — nach vier Jahren hast du 1.400 € gezahlt und besitzt nichts. Bei einer eigenen Seite auf eigenem Hosting zahlst du einmal und danach nur noch ein paar Euro im Monat für den Server.

Die Kosten, die in keinem Angebot stehen

Egal welchen Weg du wählst — diese Posten kommen dazu und tauchen in Angeboten fast nie auf. Sie sind nicht dramatisch, aber du solltest sie kennen, bevor du rechnest.

PostenÜbliche GrößenordnungWorauf du achten solltest
Domain10–20 € im JahrSollte auf deinen Namen laufen, nicht auf den der Dienstleisterin
Hosting5–15 € im MonatEbenfalls auf deinen Namen — sonst kommst du im Streitfall nicht an deine Seite
Rechtstexteab ca. 10 € im MonatImpressum, Datenschutz, ggf. AGB. Ein Dienst hält sie aktuell — selbst schreiben ist keine gute Idee
BilderStockbilder ab ca. 10 €, Fotoshooting 300–1.500 €Eigene Fotos wirken deutlich besser als Stockbilder, kosten aber einmalig
Änderungen später80–150 € pro StundeDer wichtigste Posten. Frag vorher, was eine Textänderung kostet

Besonders die ersten beiden Zeilen werden unterschätzt. Wenn Domain und Hosting auf jemand anderen laufen, gehört dir die Seite nur auf dem Papier. Kläre das vor der Beauftragung, nicht danach.

Rechenbeispiel: drei Jahre, zwei Wege

Zahlen sagen mehr als Prinzipien. Nehmen wir zwei Wege über drei Jahre — mit jeweils zwei kleinen Änderungen im Jahr, weil das realistisch ist.

BaukastenEigene Seite, fertig gebaut
Aufbau0 €2.500 €
Laufend (36 Monate)ca. 25 € × 36 = 900 €Hosting ca. 8 € × 36 = 288 €
Deine Zeit beim Aufbau20–40 Stundenca. 3 Stunden (Inhalte liefern)
Änderungen (6 Stück)selbst gemacht, ca. 6 Stundenca. 600 € oder selbst, wenn du es kannst
Nach drei Jahren gezahlt900 € + rund 30 Stunden3.388 € + rund 3 Stunden
Und dann?Du zahlst weiter. Hörst du auf, ist die Seite weg.Die Seite gehört dir. Es bleiben ca. 96 € im Jahr.

Der Baukasten sieht drei Jahre lang günstiger aus — das stimmt auch. Der Unterschied zeigt sich danach: Im vierten Jahr zahlst du beim Baukasten wieder 300 €, bei der eigenen Seite unter 100 €. Und die 30 Stunden, die du in den Baukasten gesteckt hast, bekommst du nicht zurück.

Rechne deine Stunden mit deinem eigenen Satz. Wer 80 € die Stunde berechnet, hat mit dem Baukasten nicht 900 €, sondern rechnerisch 3.300 € bezahlt — und besitzt am Ende trotzdem nichts.

Die Frage, die mehr wert ist als der Preis

Rechne nicht die Anschaffung. Rechne, was in zwei Jahren passiert.

Denn irgendwann willst du einen Preis ändern, ein Angebot ergänzen, einen Text austauschen. Und dann entscheidet sich, ob deine Website ein Werkzeug ist oder ein Klotz am Bein.

Es gibt drei Möglichkeiten: Du kannst es selbst. Du hast jemanden, der es zuverlässig für dich macht. Oder du kannst es nicht und hast niemanden — dann bleibt die Änderung liegen, und die Seite veraltet, während sie weiter Geld kostet.

Die teuerste Website ist nicht die für 8.000 €. Es ist die für 2.500 €, die du zwei Jahre lang nicht anfassen kannst.

Deshalb ist die entscheidende Frage nicht „Was kostet sie?", sondern: Wer ändert sie im nächsten Jahr — und was kostet das dann?

Welcher Weg passt zu dir?

Du willst es selbst können

Dann ist der Baukasten die falsche Wahl, weil du dort nur lernst, ein bestimmtes Werkzeug zu bedienen. Sinnvoller ist es, die Seite einmal richtig zu bauen — mit jemandem daneben, der die Fallstricke kennt. Wie so ein Aufbau mit KI konkret abläuft, habe ich hier Schritt für Schritt gezeigt.

Genau dafür gibt es meinen Website-Sprint: In einer Woche baust du deine komplette Seite mit KI, als dein Eigentum, mit einer angehängten Content-Maschine. Danach kannst du sie selbst bedienen. Das ist der Weg für alle, die nicht abhängig sein wollen.

Du willst es fertig haben

Völlig legitim — und für viele die wirtschaftlichere Entscheidung. Wenn deine Zeit in Kundenprojekten mehr einbringt, als du durch Selbstbauen sparst, ist Selbstbauen ein teures Hobby.

Dafür haben wir jemanden im Haus. Cornelia Scherer — Conny — arbeitet in meiner Firma und baut Websites für etablierte Selbstständige: in sieben Tagen online, für 2.500 € netto in der Basis-Fassung und 3.900 € netto mit Verkaufstexten und Suchmaschinen-Einrichtung. Keine Baukasten-Miete, sondern eine eigene Seite, die dir gehört. Ihr Satz dazu trifft es: „Du kümmerst dich ums Business — ich um Technik, Texte und Google."

Der Unterschied zu meinem Sprint ist allein die Frage, wer die Arbeit macht. Bei mir baust du selbst und kannst es danach. Bei Conny lieferst du die Inhalte und bekommst die fertige Seite. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: eine eigene Website, die dir gehört.

Damit du es einordnen kannst: Conny gehört zu meinem Team, das ist also keine neutrale Empfehlung, sondern unser eigenes Angebot. Ich nenne es trotzdem, weil die Frage „selbst bauen oder bauen lassen?" ohne diese Möglichkeit unvollständig wäre.

Du weißt es noch nicht

Dann fang nicht bei der Website an, sondern bei der Frage, was sie leisten soll. Eine Seite, die Termine bringen soll, sieht anders aus als eine, die nur seriös wirken muss. Wer das überspringt, zahlt zweimal — einmal für die erste Seite und einmal für die, die danach kommt.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

Wenn du Angebote vergleichst, hilft dir der Preis allein nicht weiter. Diese fünf Fragen schon — sie kosten dich fünf Minuten und ersparen dir im Zweifel vierstellige Nachforderungen.

Wenn du auf alle fünf Fragen eine klare Antwort bekommst, ist der Preis fast nebensächlich. Bekommst du sie nicht, ist auch ein günstiges Angebot zu teuer.

Was ich nicht empfehle

Die Seite vom Bekannten, der sich auskennt. Sie ist günstig oder kostenlos, und genau das ist das Problem: Wenn du in einem Jahr eine Änderung brauchst, hat er keine Zeit. Du kannst nichts einfordern, weil du nichts bezahlt hast. Ich habe schon einige dieser Seiten gesehen — meistens von jemandem, der sie nicht gebaut hat, unter Schmerzen wieder aufgemacht.

Das billigste Angebot mit „ab"-Preis. Ein Preis ohne Leistungsbeschreibung ist kein Preis, sondern ein Türöffner. Lass dir vorher schriftlich geben, was enthalten ist — besonders: Wer schreibt die Texte, wer richtet die Suchmaschinen-Sichtbarkeit ein, wem gehört die Seite am Ende, und was kostet eine Änderung nach der Übergabe.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für Selbstständige?

Realistisch liegen die Wege zwischen 0 € und 15.000 €. Ein Baukasten kostet nichts in der Anschaffung, aber dauerhaft etwa 15 bis 30 € im Monat. Eine fertig gebaute Seite bei einer einzelnen Dienstleisterin liegt bei rund 2.500 bis 3.900 € netto einmalig. Eine Agentur ruft für Website samt Texten und Suchmaschinen-Einrichtung 8.000 bis 15.000 € auf. Entscheidend ist weniger der Preis als die Frage, wem die Seite danach gehört und wer sie ändern kann.

Ist ein Baukasten wie Wix wirklich günstiger?

In der Anschaffung ja, auf Dauer selten. Bei 15 bis 30 € im Monat zahlst du nach vier Jahren 720 bis 1.440 € — und besitzt die Seite trotzdem nicht. Kündigst du, ist sie weg. Eine eigene Seite auf eigenem Hosting kostet nach dem Aufbau nur noch wenige Euro im Monat und bleibt deine.

Lohnt es sich, die Website selbst zu bauen?

Das hängt an deinem Stundensatz. Bringt deine Zeit in Kundenprojekten mehr ein, als du durch Selbstbauen sparst, ist Selbstbauen ein teures Hobby. Es lohnt sich dann, wenn du danach selbst Änderungen machen willst, ohne jedes Mal jemanden zu beauftragen — dieser Unterschied macht sich über Jahre bezahlt.

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Das schwankt stark. Eine Agentur braucht üblicherweise mehrere Wochen bis Monate, vor allem wegen der Abstimmungsschleifen. Einzelne Dienstleisterinnen sind deutlich schneller: Cornelia Scherer nennt sieben Tage, sobald die Inhalte freigegeben sind. Im Website-Sprint steht die Seite ebenfalls in einer Woche, weil du selbst mitbaust.

Was kostet es, eine bestehende Website zu ändern?

Genau das solltest du vor der Beauftragung klären, denn hier entstehen die eigentlichen Folgekosten. Übliche Modelle sind ein Stundensatz nach Aufwand oder ein monatlicher Betreuungsvertrag. Am günstigsten fährst du, wenn du kleine Änderungen selbst machen kannst und nur die größeren abgibst.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig". Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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