» blog · 15. Juli 2026 · Umsetzung

Wie PageFix entstanden ist: von der Kundenfrage zum Produkt in einer Woche

Heute habe ich meine erste eigene App gelauncht. Das hier ist keine polierte Erfolgsgeschichte — es ist das ehrliche Making-of: eine Kundenfrage, die nicht aufhörte, ein Namens-Schock kurz vor dem Ziel, eine Nacht Rebranding und ein Handy, das vibriert.

» pagefixdie app in aktion

Die Frage, die nicht aufhörte

Seit Monaten bekomme ich aus meiner Community immer dieselbe Frage, nur in verschiedenen Verkleidungen: „Kirsten, ich habe mir mit KI eine Webseite gebaut — und jetzt? Wie ändere ich einen Tippfehler, ohne alles zu zerschießen?"

Und die Frage ist berechtigt. Wer sich mit KI eine Seite gebaut hat, steht danach vor einem absurden Problem: Die Seite steht — aber die kleinste Änderung wird zum Projekt. Ein neuer Preis. Ein neuer Bezahl-Link. Ein Tippfehler in der Überschrift. Jedes Mal heißt das: neuen KI-Chat aufmachen, der die eigene Seite nicht mehr kennt. Alles neu erklären. Tokens verbrennen. Und die ganze Zeit die Angst im Nacken: ein falscher Klick, und die Seite, die gestern noch funktionierte, ist kaputt.

Für ein Werkzeug, mit dem man einfach anklickt, ändert und die fertige Datei herunterlädt, hätte ich meinen Kundinnen gern einen Namen genannt. Es gab keins.

Die Entscheidung: bauen statt zum hundertsten Mal erklären

Also habe ich es gebaut. Nicht als Konzern-Projekt mit Agentur, Pflichtenheft und sechs Monaten Vorlauf — sondern im Dialog mit der KI, neben dem Tagesgeschäft.

Die Rollenverteilung war von Anfang an klar: Ich führe, die KI baut. Konzept, Entscheidungen, Qualitätskontrolle — meins. Der Code, die Struktur, die Umsetzung — Claude. So ist in gut einer Woche ein komplettes Produkt entstanden: die App selbst, das Bezahlsystem, die Rechtstexte, die Landingpage. Sogar das Demo-Video ist im selben Dialog entstanden.

Das ist genau das, was ich seit zwei Jahren predige: KI ist kein Spielzeug für Prompt-Sammlungen. Sie ist ein Umsetzungspartner — wenn man weiß, was man will, und die Führung behält.

Der Plot-Twist: kurz vor dem Launch platzt der Name

Und dann, wenige Tage vor dem Launch, der Moment, in dem früher alles gekippt wäre: Ich entdecke einen deutschen Anbieter mit fast demselben Namen, den ich für mein Produkt vorgesehen hatte.

Die alte Denke kenne ich aus 25 Jahren Unternehmerinnen-Leben: Anwalt anrufen. Wochen warten. Frust schieben. Launch verschieben.

Die neue Denke sah so aus: eine Nacht. Neuer Name, neue Domain, alle Texte umgeschrieben, die gesamte Technik umgezogen, die alte Adresse sauber umgeleitet. In unter 24 Stunden war aus dem alten Arbeitstitel PageFix geworden — und ehrlich gesagt gefällt mir der neue Name besser als der alte. Manchmal ist der Zwischenfall das Upgrade.

Der Launch-Tag: alles an einem Tag — inklusive Panne

Heute, am 15. Juli, ging dann alles live, was ein echtes Produkt braucht. An einem einzigen Tag: das Bezahlsystem. Die Rechtstexte. Die Preisstaffel. Ein persönliches Willkommensvideo für jede Kundin. Die Besucherstatistik.

Und weil das hier ein ehrlicher Bericht ist und keine Hochglanz-Story: Natürlich ging auch etwas schief. Die erste Mail an die ersten Kundinnen ging mit dem falschen Absendernamen raus. Habe ich gesehen, kurz geflucht, korrigiert, weitergemacht. So sieht ein echter Launch aus — nicht poliert, aber am Markt.

Der Moment

Am Nachmittag habe ich eine einzige Instagram-Story gepostet. Reichweite: rund 40 Aufrufe. Dazu eine kurze Info in meiner KI Business Community. Mehr Marketing gab es zu diesem Zeitpunkt nicht — der offizielle Launch-Post war noch nicht mal draußen.

Dann vibrierte das Handy. Die erste echte Zahlung. Von einer simplen Story mit 40 Aufrufen.

Ich sage das nicht, um anzugeben. Ich sage es, weil es die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts bestätigt: Wenn das Problem echt ist, braucht der Launch kein Feuerwerk. Meine Kundinnen haben mir das Problem monatelang zugerufen. Ich habe nur zugehört — und geliefert.

Was das für dich bedeutet

Ich bin Jahrgang 1972. Ich bin keine Entwicklerin. Vor ein paar Jahren hätte dieses Produkt ein Team, ein Budget und ein halbes Jahr gebraucht — oder es wäre schlicht nie entstanden.

Die Werkzeuge, mit denen so etwas heute in einer Woche geht, stehen dir genauso zur Verfügung wie mir. Was den meisten fehlt, ist nicht die Technik. Es ist jemand, der zeigt, wie man die KI führt: was man selbst entscheidet, was man abgibt, und woran man erkennt, ob das Ergebnis gut ist. Genau das ist der Unterschied zwischen KI sammeln und KI umsetzen.

Wenn du gerade denkst „so etwas könnte ich nie" — das habe ich vor einer Woche über ein eigenes Bezahlsystem auch gedacht.

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Der Browser-Editor für deine KI-gebaute Webseite: Datei reinziehen, anklicken, ändern, herunterladen — ohne Code, ohne neuen Chat, ohne Angst. Gründungspreis 49 € — einmalig, kein Abo, limitiert auf die ersten 50 Plätze (danach 97 €).

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Häufige Fragen

Was ist PageFix genau?

Ein Browser-Editor für KI-gebaute HTML-Seiten: Du ziehst deine Datei rein, klickst an, was du ändern willst — Texte, Farben, Bilder, Links — und lädst die fertige Seite wieder herunter. Kein Code, kein neuer KI-Chat, keine verbrannten Tokens.

Wie lange hat das Ganze wirklich gedauert?

Von der ersten Version bis zum Launch: gut eine Woche, neben dem Tagesgeschäft. Das Rebranding kurz vor dem Launch: unter 24 Stunden. Beides im Dialog mit der KI — geführt von mir, gebaut von Claude.

Könnte ich so etwas auch?

Wahrscheinlich eher, als du denkst. Die Werkzeuge sind für Anwenderinnen gemacht, nicht für Entwickler. Was du brauchst, ist ein klares Problem, die Bereitschaft zu entscheiden — und jemanden, der dir zeigt, wie man die KI führt. Genau dabei helfe ich: im Newsletter und in meiner Community.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig". Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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