» blog · 19. Januar 2026 · NotebookLM

NotebookLM zerlegt dein Business: So schärfst du dein Angebot

„Ich helfe dir, in deine Kraft zu kommen“ — das klingt nett, aber das bezahlt keine Rechnung. Heute nutzen wir NotebookLM nicht als Assistenten, sondern als deinen härtesten Kritiker: Die KI liest deine Coaching-Texte und sagt dir, ob überhaupt jemand versteht, was du verkaufst.

Du hast Zertifikate, du hast Erfahrung — und wenn du mit Klienten arbeitest, veränderst du Leben. Aber auf deiner Website steht dann so etwas wie „Ich helfe dir, in deine Kraft zu kommen“ oder „Wir heben dein Business auf das nächste Level“. Deine Interessenten scrollen weiter. Nicht, weil sie dein Coaching nicht brauchen — sondern weil sie nicht verstehen, was du ihnen konkret anbietest.

Das Problem ist deine eigene Betriebsblindheit. Ich nenne das Astronautensprache: Du weißt, was du mit „Transformation“ meinst. Dein Kunde sieht nur leere Worthülsen. Und deshalb füttern wir heute NotebookLM mit deinen Coaching-Texten und schauen, ob die KI versteht, was du eigentlich verkaufst. Denn: Wenn die KI es nicht kapiert, kapiert es dein Kunde auch nicht.

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Es gibt noch einen zweiten Aspekt: Wenn die KI dein Angebot nicht versteht, kann sie dich auch nicht den richtigen Kunden empfehlen. Wir sind in 2026 — deine Seite lesen nicht mehr nur Menschen, sondern vor allem KI-Systeme, die entscheiden, wem sie deine Angebote vorstellen. Das nennt sich Kontext-Engineering: Die KI setzt die Informationen zu dir zusammen und überlegt, für welchen Kunden das interessant sein könnte.

NotebookLM einrichten — und ein Wort zum Datenschutz

NotebookLM kommt aus dem Hause Google und du kannst es grundsätzlich kostenlos testen — du brauchst nur eine Google-E-Mail-Adresse. Da wir aber im Business-Kontext unterwegs sind, empfehle ich dir die kostenpflichtige Variante über einen Google Workspace: Nur dann hast du den erweiterten Datenschutz, kannst selbst bestimmen, wo der Server steht und wo deine Sachen gespeichert werden — und Google nutzt deine Inhalte nicht, um die KI zu trainieren.

Dennoch, bitte Vorsicht: Keine sensiblen, keine vertraulichen Daten hochladen. Nur das, wo du sagst: Das ist vollkommen okay. Den hundertprozentigen Datenschutz wird es im Internet niemals geben.

Schritt 1: Deine Texte als Quelle hochladen

Öffne in NotebookLM ein neues Notebook. Für diese Analyse würdest du am besten deine eigene Website als Quelle hochladen. Ich habe mir für das Video einen typischen Coaching-Text vorbereitet, wie ich ihn in den letzten Jahren immer wieder auf verschiedenen Seiten gelesen habe — „3 Monate Mentoring, wir heben dich auf das nächste Level“ — und füge ihn über „Kopierter Text“ ein.

Sobald die Quelle drin ist, macht NotebookLM direkt eine erste Analyse und schlägt dir Fragen vor. Wenn du es noch spezieller willst — NotebookLM soll ein Strategiepartner mit bestimmten Eigenschaften sein — gehst du oben auf die drei Striche, wählst Benutzerdefiniert und gibst dort deine genaue Anweisung ein.

Schritt 2: Der 5.000-€-Test

Jetzt kommt der erste Prompt — und der hat es in sich:

„Wenn ich dir heute 5.000 € überweise, was genau habe ich in 3 Monaten in der Hand? Nenne mir konkrete, messbare Ergebnisse.“

Warum diese Frage? Die KI muss verstehen, was du machst, damit der Kunde versteht, was du machst. Du musst ein konkretes Problem lösen. Und ich weiß — wir Coaches, ich bin auch Coach, wir neigen dazu, gerne in blumigen, literarischen Texten zu schwelgen. Aber das löst kein Problem beim Kunden.

Bei meinem Beispieltext kam heraus: Es werden zwar konkrete Dienstleistungen genannt und auch, wie sie durchgeführt werden — aber es wird kein konkretes Problem gelöst. Und damit haben wir Problem Nummer eins: Die KI kann nicht erkennen, wem sie das vorschlagen soll. Und auch der Kunde hat nur ein vages Gefühl: Okay, was bekomme ich denn da jetzt?

Schritt 3: Zielgruppe identifizieren — hallo, blinde Flecken

Als Nächstes lässt du NotebookLM deine Zielgruppe aus dem Text herauslesen: „Identifiziere mir meine Zielgruppe.“ Vielleicht kommt bei deiner Website schon eine viel bessere Antwort an — aber vielleicht hast auch du noch blinde Flecken.

Bei meinem Beispiel: „zahlungskräftige High-Performer“, dazu ein paar Schlagworte wie Energiearbeit, Human Design, rein intuitiv. Alles sehr weiche Formulierungen. Ich will das gar nicht angreifen — das kann für viele die optimale Lösung sein. Aber der Mensch versteht es nicht. Die Zeiten haben sich geändert: Wir brauchen heute konkrete Ansprache. Und denk an GEO und AEO — auch die KI muss verstehen, was du machst.

Schritt 4: Reverse Engineering — aus Fehlern Empfehlungen machen

Fehler erkennen ist das eine. Daraus eine Konsequenz ziehen das andere. Also gehen wir jetzt von hinten heran und machen deine Kommunikation besser:

„Wie kann ich meine Zielgruppe in meinem Text besser definieren, damit es klarer wird? Welche Empfehlung gibst du mir, damit ich die richtigen Menschen besser ansprechen kann?“
„Welchen Tipp, welche Empfehlung gibst du mir, um den konkreten Mehrwert meines Programms herauszuarbeiten? Was kann ich konkret sagen, was konkret versprechen — was sind die konkreten To-dos für mich?“

Falls du dich wunderst, wie ich so lange Prompts eingebe: Ich arbeite mit Wispr Flow (Affiliate-Link) — einem KI-Tool auf meinem Rechner, mit dem ich meine Prompts einspreche. Ich bin eine Sprechdenkerin. Über den Link kannst du es einen Monat lang kostenlos in der Pro-Version testen.

Und du siehst, wie ich mit KI arbeite: im Dialog. Ein Pingpong-Spiel. Die KI antwortet, und ich behandle sie wie einen Mitarbeitenden, dem ich sage: „Erklär mir das bitte noch mal.“ Ein großes Problem vieler Menschen ist, dass sie denken, das müsse alles mit dem Fingerschnipp gehen. Aber die KI muss von dir lernen, was du wirklich haben möchtest — das heißt, auch du musst lernen, in deiner Kommunikation klarer zu werden.

NotebookLM nennt dir dann sehr konkrete Punkte: damit für die KI klar wird, wem sie dein Angebot vorschlagen kann — und damit die Menschen auf deiner Website verstehen, was sie bekommen, und eine Beziehung dazu aufbauen können. Viele bewegen sich viel zu sehr nur im Emotionsbereich und holen die Logik gar nicht ab. Aber genau die Logik brauchen wir, um eine Kaufentscheidung zu treffen.

Schritt 5: Ergebnisse sichern — Notiz und Quelle

Was machst du jetzt mit der Analyse? Zwei Dinge, direkt in NotebookLM:

  1. Als Notiz speichern — damit der Chat gewahrt bleibt.
  2. Als Quelle festlegen — jede Diskussion kannst du so für künftige Gespräche zu diesem Punkt immer wieder als Grundlage nutzen.

Klarheit ist der Schlüssel zu hohen Preisen

Als Coach wirst du nicht für deine Zeit bezahlt — auch wenn viele Kunden das immer wieder denken — sondern für die Gewissheit des Ergebnisses. NotebookLM hilft dir, diese Gewissheit in Worte zu fassen, bevor du in den Sales Call gehst.

Ja, es ist hart, den eigenen „Babytext“ so zerlegt zu sehen. Das tut weh. Aber lieber sagt es dir eine KI, als dass es dir dein Bankkonto in sechs Monaten sagt.

Dein nächster Schritt: 5 Prompts für den KI-Check

Wenn du jetzt merkst, dass deine Positionierung noch wackelt, habe ich etwas für dich: ein Arbeitsblatt — vom Floskel-Coach zur Autorität. Darin findest du fünf Killer-Prompts, mit denen du dein Angebot von der KI prüfen lässt. Hol es dir kostenlos, lass NotebookLM darüber laufen — und schreib mir in die Kommentare unter dem Video, was die KI über dein Business gesagt hat. Ich will es unbedingt lesen.

Häufige Fragen

Was kostet NotebookLM — und was ist mit dem Datenschutz?

Testen kannst du NotebookLM kostenlos, du brauchst nur eine Google-E-Mail-Adresse. Fürs Business empfehle ich den kostenpflichtigen Google Workspace: erweiterter Datenschutz, wählbarer Serverstandort, und deine Inhalte werden nicht zum KI-Training genutzt. Trotzdem gilt immer: keine sensiblen oder vertraulichen Daten hochladen.

Warum soll ausgerechnet eine KI meine Texte prüfen?

Weil sie dein härtester und ehrlichster Kritiker ist: Wenn die KI nicht versteht, was du verkaufst, versteht es dein Kunde auch nicht. Und weil 2026 KI-Systeme mitentscheiden, wem deine Angebote vorgestellt werden — Stichwort GEO und AEO.

Was mache ich mit den Ergebnissen?

In NotebookLM den Chat als Notiz speichern und als Quelle festlegen — so kannst du jede Diskussion später wieder als Grundlage nutzen. Und dann: dranbleiben, nachfragen, im Dialog weiterarbeiten. Die KI ist wie ein Mitarbeitender, der von dir lernen muss.

Fazit: Lieber jetzt die KI als in sechs Monaten das Bankkonto

Vage Kommunikation kostet dich Kunden — bei den Menschen, die weiterscrollen, und bei den KI-Systemen, die dich nicht empfehlen können. Mit NotebookLM machst du deine blinden Flecken sichtbar: erst der 5.000-€-Test, dann die Zielgruppen-Analyse, dann konkrete Empfehlungen per Reverse Engineering. Das kostet dich einen Nachmittag und ein bisschen Mut.

Wenn du dabei nicht allein sein willst: In meiner kostenlosen Community tauschen wir uns genau über solche Workflows aus. Und wenn du merkst, dass dir das noch nicht ganz reicht und du tiefer an deinem Business arbeiten willst, schau in die KI-Business-Community — oder lass uns einfach mal sprechen.

Kirsten Biema
» kirsten biema

Die mit KI im Namen. Über 25 Jahre Unternehmerin, mehr als 10 davon online. Ich fange nie beim Werkzeug an — sondern bei deinem Business. YouTube: „KI — aber richtig“. Solche Anleitungen regelmäßig? Hol dir den Newsletter.

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